Montag, 9. Mai 2016

Tag 0 - Auf nach Fiji

Heute geht es nach 6 Monaten Neuseeland wieder auf die Hochsee.
Mit an Bord ist Deearnah (kurz Diana) aus Australien. Sie hat Zeit und wird mit unterwegs sein.
Die Wetterbedingungen sind nicht optimal. Erstmal werden wir einen Tag "hoch ran" müssen (die Küste hoch. Dann kommt ein Winddreher mit der für uns richtigen Richtung.
Ich werde wieder versuchen täglich einen Status zu senden.
Das Ziel ist Savusavu auf Vanua Levu, eine der Fiji Inseln.
Der Einkauf ist erledigt. Um 9 Uhr klarieren wir hier in Opua aus, dann noch tanken und mit dem ablaufenden Wasser geht es raus auf den Pazifik.
Wir rechnen mit 8-10 Tagen für Überfahrt. Es sind keine extremen Winde gemeldet.

Ein wenig Unruhe kommt schon auf. Nach dieser langen Zeit in NZ, nun wieder raus und die Nächte durchsegeln. Die erste Nacht ist meist recht mies. Kann dann nicht schlafen. Die zweite Nacht ist dann besser.

Samstag, 30. April 2016

Schöne Tage mit Mardia in der Bay of Islands

So langsam geht die Segelsaison in Neuseeland für die meisten Cruiser zu Ende. Es ist Aufbruchstimmung. Die Boote haben viel Wartung und Reparatur bekommen und die Eigner viel Geld hier in Neuseeland gelassen. Einige Boote sind schon los, viele andere (wie auch ich) warten auf des nächste gute Wetterfenster zu den Inseln der Südsee. Einige Boote werden danach weiterseglen Richtung Asien, aber auch viele kommen zurück nach Neuseeland.
Mardia und ich haben die Zeit genutzt und waren 2 Wochen zusammen segeln. Von Whangarei die Küste hoch und dann ab in die Bay of Island. Das Wetter war gut und wir konnten die viele Bays genießen. Oft kommt man um eine Ecke in eine Bay gefahren und ..... da ist doch ein bekanntes Boot.
Twiga, Moonwalker, Sabir, Blue Bie, .......
Uns so wird zuammen gegessen, getrunken und auch gefeiert.
Nach den Bays haben wir noch die Stadt Kerikeri und den historische Waitangi Areal besucht.

Aussicht von Urupukapuka über die Bay

Das Bild wurde vom Kat Moonwalker aufgenommen.

Roberton Island und unten sind Twiga und Green Duck zu sehen.

Der darf wieder rein. Hab ja genug (ca. 14)

Auch ein Pizza schmeckt prima

Spaß hinter dem neuen Dinghi.

Mit Segelfreunden auf Urupukapuka. Man sieht, die Abende werden kühler.

Das älteste Steinhaus in Neuseeland in Kerikeri

Waitangi. Hier wurde der historische Vertrag zwischen den Maori und den Engländern unterzeichnet.

Freitag, 8. April 2016

Ende der Arbeiten

Noch immer bringt mir fast jeder Tag ein wenig Arbeit.
Für heute sind geplant:
- Wanten noch ein wenig mehr spannen
- Bimini abbauen und nähen (nächste Saison soll es ein Hardtop werden)
- Bei einer Luke das Acrylglas wechseln.

Ansonsten ist das Boot startklar. Es war viel Arbeit und hat auch viel gekostet. In Summe für die Zeit von November bis jetzt etwa 18.000 Euro. Ist aber auch ein neues Dinghi (2.800), der Gebrauchtwagen (2.000), Marinakosten und Lebenshaltung mit drin. Der Wagen kommt für das halbe Jahr meiner Abwesenheit von NZ auf das Grundstück von Jürgen. Der wohnt hier in der Nähe seit 11 Jahren oben auf einem Berg, mit tollen Blick in viele Richtungen. Ich habe ihm ein wenig geholfen sein Dach zu reparieren und nun darf das Auto da wohnen.
Neuseeland ist für Segler nicht preiswert. Etwa deutsches Niveau. Aber man bekommt hier so ziemlich alles. Oder man nimmt das Material mit und lässt es wo anders machen. Ein Segelfreund zum Beispiel kauft hier sein Antifouling und lässt es dann in Fiji auftragen. Da bekommt man für 20 Euro einen Arbeiter für den ganzen Tag. Für einfache Hilfe beim Boot habe ich hier etwa 26 Euro die Stunde gezahlt.
Es ist jetzt Herbst hier. Die Tage oft noch sonnig und schön, aber Nächte gehen schon mal runter auf 10 Grad. Zeit bald loszufahren.
In einer Woche geht es mit Mardia los. Entweder Great Barrier Island oder in die Bay of Island. Zwei Wochen gemütliches segeln und dann Anfang Mai dann gen Fiji.
Auf halber Strecke dahin liegt ganz einsam das Minerva Reef. Da kann man stoppen und auch verweilen.
Sonnenaufgang (fast)

Mardia hatte gefräsige Tiere im Garten



Donnerstag, 25. Februar 2016

Green Duck schwimmt wieder

Nach vier Wochen harter Arbeit ist Green Duck zurück im Wasser.
Das Unterwasserschiff hat nun Coppercoat als Antifouling drauf und auch das Rigg hat neue Drähte bekommen.
Besuch aus Deutschland: Meine Schwester Gudrun ist mit Freundin Ali im Camper unterwegs durch Neuseeland. Beim ersten Zwischenstopp bei mir besuchten wir eine Höhle und hatten zusammen mit Segelfreunden einen netten Abend.
Ab ins Wasser

Wo war nur der Ausgang !?


gemütliche Runde.

Samstag, 6. Februar 2016

Speedi Sleeves

Nun sind nach all den Jahren auch die Propellerwellen unten im Saildrive mit Wartung dran. Also ausgebaut und wie erwartet gleich die eingelaufenen Stellen entdeckt.
An diesen Stellen laufen die Simmeringe (Kunststoff-Wellendichtringe) und tragen über die Jahre langsam Stahl ab und es kommt zu Riefen.
Was tun?
- Neuen Wellen = 2x 650 Euro.
- Der Volvo-Service hier wollte die Wellen abdrehen und neue Buchsen aufpressen = 2x 150 Euro.
   Außerdem wer weiß was die für einen Stahl dann nehmen?
- Ich habe mich für die Speedi-Sleeves entschieden. Natürlich weil der Name so nett ist. =4x 30 Euro

Die sind von SKF und hier problemlos zu bekommen. Die Montage war einfacher als erwartet. Die Montagebuchsen waren allerdings zu kurz. So habe ich kurzerhand ein Staubsaugerrohr geopfert. Besser Staub in der Bude als ein abgesoffener Antrieb :-)
Die Dinger liessen sich wirklich gut auftreiben.
Auf dem Bild ist die untere Welle schon fertig. Bei der oberen fehlt noch ein Speedi-Sleeve.
Bei den rechten Speedi-Sleeves sieht man noch den Flansch der für das Auftreiben erforderlich ist. Nach dem Auftreiben kann man den Flansch mit nem Seitenschneider einschneiden und dann vorsichtig, wie bei einer Sardinenbüchse abdrehen.  --- Perfekt
Die Speedi-Sleeves decken nun die Riefen ab und sind die neue Gleitfläche für die originalen Wellendichtringe. Qualität und Montage haben mich jedenfalls überzeugt.


Dienstag, 2. Februar 2016

Viel Arbeit und ein neues Dinghi für die Grüne Ente

Segeln auf der Barfußroute bedeutet nicht immer nur schöne blaue Buchten, Freunde treffen, relaxen und erleben.
Nein, es heißt auch harte (teure) Arbeit. Hier in Neuseeland ist der beste Platz um nach den langen Pazifikrouten große Wartung zu machen. Die Stellplätze sind günstiger als in Europa, das Material in etwa auf deutschem Preis. Jeder Boatyard hat eine entsprechende Infrastruktur damit es sich gut leben lässt. Duschen, Grill, ...
Für mich heißt es hier das kompette Unterwasserschiff überarbeiten. Alte Farbe abkratzen und dann kommt was neues drauf. Ist echt ne Höllenarbeit.
Gegönnt habe ich mir ein echt schickes neues Dinghi. Genau von so einem habe ich schon immer geträumt. Und hier in Opua wird es von Russell gebaut. Toll. Im Hintergrund ist auch mein 14 Jahre alter Nissan Wingroad zu sehen.
Da hängt es schon

Die Rümpfe sind vom alten Antifouling befreit und im Hintergrund steht mein Nissan.